Das Lied von Eis und Feuer - Zeit der Krähen

Bd.24350 Bd.7 Vol.4/1, Blanvalet Taschenbuch, Das Lied von Eis und Feuer, A Song of Ice and Fire
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  • Deutsche Erstausgabe, Originaltitel:A Feast of Crows 1
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Der Kampf um den Eisernen Thron ist zum Erliegen gekommen, nachdem die sieben mächtigsten Familien des Landes im Streit um die Herrschaft einen hohen Blutzoll zahlen mussten. Doch schon regen sich neue Machtkämpfe, werden Intrigen gesponnen und Allianzen geschmiedet. Und aus dem Chaos, das die Kriege hinterlassen haben, tauchen Totgeglaubte und Verschollene auf und machen ihre Ansprüche geltend ...
Autor: George R. R. Martin
Übersetzung von: Andreas Helweg
George R. R. Martin, 1948 in Bayonne, New Jersey, in den USA geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der amerikanischen Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde er mit dem renommierten Hugo-Award ausgezeichnet. Danach war George R. R. Martin einige Jahre in der Produktion von Fernsehserien tätig, etwa als Dramaturg der TV-Serie "Twilight Zone". Erst im Jahr 1996 kehrte er mit einem Sensationserfolg auf die Bühne der Fantasy zurück: Mit dem ersten Band von "Das Lied von Eis und Feuer" setzte er einen Meilenstein in der modernen Fantasy und schuf ein gewaltiges Epos in bester Tolkien-Tradition: eine düstere, grausame, an das Mittelalter erinnernde Welt voller Intrigenspiele, Machtpolitik und Krieg, die die Leser packt und unerbittlich in ihren Bann zieht. Autorenkollegen und Kritiker preisen das Epos einhellig als bahnbrechendes Meisterwerk, selbst Marion Zimmer Bradley sprach von der "vielleicht besten Epischen Fantasy überhaupt". Und die Leser stimmen ihnen zu, auch wenn die monumentalen Ausmaße des Opus den Autor selbst zu verschlingen drohen: Die Wartezeiten auf die Folgebände stellen die Treue der Fans auf harte Proben und sollen in vielen Fällen Entzugserscheinungen hervorgerufen haben. Doch kürzlich hat George R. R. Martin nun endlich den ersten neuen Roman aus der zweiten Hälfte des Zyklus vollendet ("Zeit der Krähen"), in der die dramatischen Geschehnisse in den Sieben Königreichen ihre Fortsetzung finden.
George R. R. Martin lebt in Santa Fe, New Mexico.
Prolog
"Drachen", sagte Mollander. Er hob einen schrumpligen Apfel vom Boden auf und warf ihn von einer Hand in die andere.
"Mach schon", verlangte Alleras die Sphinx. Er zog einen Pfeil aus dem Köcher und legte ihn auf die Sehne.
"Einen Drachen würde ich auch gern mal sehen." Roone war der Jüngste unter ihnen, ein vierschrötiger Junge, dem zwei Jahre fehlten, bis man ihn einen Mann nennen durfte. "Sehr gern."
Und ich würde gern in Roseys Armen schlafen, dachte Pate. Er rutschte unruhig auf der Bank hin und her. Morgen schon könnte das Mädchen ihm gehören. Ich gehe mit ihr fort aus Oldtown, über die Meerenge, in eine der Freien Städte. Dort gab es keine Maester, niemanden, der ihm Vorhaltungen machen könnte.
Durch die Fensterläden über ihm hörte er Emmas Lachen, das sich mit der tiefen Stimme des Mannes mischte, dem sie gerade zu Diensten war. Sie war die älteste Schankmagd im Federkiel und Fässchen, mindestens vierzig, ein wenig korpulent, aber noch immer hübsch. Rosey war ihre Tochter, fünfzehn und unlängst erblüht. Roseys Jungfräulichkeit würde einen goldenen Drachen kosten, hatte Emma verkündet. Pate hatte neun Silberhirschen und einen Topf voller Kupfersterne und Pfennige gespart, was ihm jedoch nicht viel weiterhalf. Vermutlich würde er eher einen echten Drachen ausbrüten, als jemals einen goldenen in die Hände bekommen.
"Für Drachen bist du zu spät geboren, Junge", meinte Armen der Akolyth zu Roone. Armen trug ein Lederband um den Hals, an dem Glieder aus Zinn, Blei und Kupfer aufgereiht waren, und wie die meisten Akolythen schien er zu glauben, bei Novizen sitze anstelle des Kopfes eine Rübe zwischen den Schultern. "Der Letzte ist während der Herrschaft von König Aegon dem Dritten verendet."
"Der letzte Drache in Westeros", widersprach Mollander.
"Wirf den Apfel", verlangte Alleras aufs Neue. Ihre Sphinx war ein schöner junger Mann. Alle Schankmädchen schwärmten für ihn. Sogar Rosey legte ihm manchmal die Hand auf den Arm, wenn sie ihm Wein brachte, und Pate tat dann stets zähneknirschend so, als bemerke er nichts.
"Der letzte Drache in Westeros war der letzte Drache überhaupt", beharrte Armen. "Das ist doch allseits bekannt."
"Der Apfel", sagte Alleras. "Es sei denn, du willst ihn essen."
"Hier." Mollander vollführte einen kleinen Hüpfer und zog dabei seinen Klumpfuß hinter sich her, wirbelte herum und schleuderte den Apfel mit einer tief geführten Armbewegung in den Nebel, der über dem Honeywine hing. Ohne diesen Fuß wäre er ein Ritter geworden, wie sein Vater. In den dicken Armen und den breiten Schultern steckte jedenfalls ausreichend Kraft. Schnell und weit flog der Apfel doch nicht so schnell wie der Pfeil, der hinterher zischte, ein schrittlanger Schaft aus goldenem Holz, der am Ende scharlachrot befiedert war. Pate sah nicht, wie der Pfeil den Apfel traf, hörte es jedoch. Ein leises Plopp hallte über den Fluss zu ihnen herüber, darauf folgte ein Platschen.
Mollander pfiff. "Du hast ihn glatt entkernt. Süß."
Nicht halb so süß wie Rosey. Pate liebte ihre braunen Augen und ihre knospenden Brüste, er mochte die Art, wie sie ihn anlächelte, wann immer sie ihn sah. Auch in ihre Grübchen war er verliebt. Manchmal lief sie beim Servieren barfuß, um das Gras unter den Füßen zu spüren. Das gefiel ihm ebenfalls. Er liebte ihren sauberen Geruch und ihre Haare, die sich hinter den Ohren lockten. Sogar ihre Zehen hatten es ihm angetan. Einmal hatte sie ihm nachts erlaubt, ihr die Füße zu reiben, und er durfte sogar mit den Zehen spielen. Dabei hatte er sich für jede eine lustige Geschichte ausgedacht, damit Rosey nur nicht aufhörte zu kichern.
Vielleicht wäre es besser, auf dieser Seite der Meerenge zu bleiben. Er könnte mit seinen ersparten Münzen einen Esel kaufen, würde sich mit Rosey beim Reiten abwechseln und durch Westeros wandern. Ebrose glaubte vielleicht, Pate sei des Silbers nicht würdig, aber Pate konnte einen Knochen richten oder ein

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Redaktionelle Rezensionen

"An Spannung und epischer Wucht nicht zu überbieten!" Publishers Weekly

EAN : 9783442243501
Seiten : 569
ISBN : 3442243505
Sprache : Deutsch
Gewicht : 568 g
Sonstiges : Taschenbuch, 20,5 cm
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